Basische Ernährung – Sauer macht nicht lustig!

Eine unausgewogene Ernährung ist eine der Hauptursachen für die Übersäuerung des Körpers. Neben einer basischen Hautpflege - zum Ausgleich der Säure-Basen-Balance auf der Haut - ist eine basische Ernährung der wichtigste Faktor, um den Säuregehalt im Körper auszugleichen.

Warum braucht der Körper eine basische Ernährung?

Unser Körper benötigt einen konstanten pH-Wert im Blut von 7,35 bis 7,45. Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch eine Lösung ist. Ein neutraler pH-Wert liegt bei 7. Werte, die darunter liegen, bezeichnet man als sauer. Werte, die über 7 liegen, nennt man alkalisch oder basisch. Unser Körper bevorzugt also ein leicht basisches Klima.

Der pH-Wert ist bei vielen, teilweise lebensnotwendigen Prozessen im menschlichen Körper von hoher Bedeutung. Dazu gehören u.a. der Zuckerstoffwechsel (Glykolyse), aber auch die Sauerstoffbindung im Blut und die Abläufe in den Muskeln. Eine basische Ernährung trägt dazu bei, dass der pH-Wert im Körper im optimalen Bereich bleibt und alle Körperfunktionen reibungslos ausgeführt werden können.

So entstand der Begriff basische Ernährung

Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, wird diese durch die Verdauung und die damit verbundenen Stoffwechselvorgänge zu einer Art Asche umgewandelt. Diese ist entweder sauer oder basisch. Auch in der modernen Biochemie bestimmt nicht die organische Materie selber, ob ein Lebensmittel sauer oder basisch ist, sondern ihre anorganische Materie. Damit meint man die Bestandteile, in die ein Lebensmittel bei der Verdauung zerlegt wird. Finden sich Schwefel und Phosphor beispielsweise, ist das Lebensmittel eher sauer. Besteht die Asche vorwiegend aus Magnesium, Kalium, Natrium oder Kalzium, handelt es sich um ein basisches Lebensmittel.

Über die basische Ernährung führte der schwedische Biochemiker Ragnar Berg (1873-1956) einige Tests durch. Er untersuchte den Anteil von Säure- und Basenbildnern in der Asche von verschiedenen Lebensmitteln. In Gemüse wie Kartoffeln, Obst und Trockenfrüchten fand er vorwiegend Basen. Im Fleisch eher einen Überschuss an Säuren.

Basische Ernährung unterstützt das richtige Säure-Basen-Verhältnis

Von Natur aus enthalten prinzipiell alle Lebensmittel sowohl säure- als auch basenbildende Stoffe. Je nachdem wie unsere Ernährung zusammengesetzt ist, kann das Gleichgewicht in unserem Körper gestört werden. Denn wenn Sie Mahlzeiten zu sich nehmen, die viele Säuren enthalten, muss der Körper sehr viele Mineralstoffe aufwenden, um die Säuren zu neutralisieren. Geschieht dies zu häufig, sind die Mineralstoffvorräte bald aufgebraucht. In dem Fall greift der Körper auf die Depots beispielsweise in den Zähnen oder Knochen zurück. Eine andere Möglichkeit besteht nicht, denn der Körper muss unter allen Umständen dafür sorgen, dass das Blut basisch bleibt.

Wie wirkt die basische Ernährung auf den Körper?

Eine ernährungsbedingte Übersäuerung entsteht durch den übermäßigen Verzehr säurebildender Nahrungsmittel. Dazu gehören in erster Linie Fleisch, Wurst, Zucker, Softdrinks, Milchprodukte, Brot und Backwaren. Denn das Eiweiß in diesen Nahrungsmitteln wird durch die Verdauung zu Säure abgebaut.

Zu den wichtigsten, basenbildenden Nahrungsmitteln zählen:

  • Salat, 
  • Gemüse und 
  • Obst.

Tipp: Wurzelgemüse enthält besonders viele Mineralstoffe. Greifen Sie bei Rote Beete, Karotten und Rüben ruhig etwas mehr zu.

Basische Ernährung: Entsäuerung von innen

Faustregel für eine basische Ernährung: Die Hälfte jeder Mahlzeit sollte aus diesen drei Komponenten bestehen, um eine ausgewogene Versorgung mit Basen zu sichern. Denn pflanzliche Nahrungsmittel sind die besten Basenlieferanten in unserer Ernährung. Nahrungsmittel, die im Körper die Säureproduktion anregen, sollten hingegen vermieden werden. Das ist in erster Linie tierisches Eiweiß, welches wir in Form von Fleisch, Fisch und Eiern zu uns nehmen.

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